Skeptiker und Bremser im Projektmeeting

Kennen Sie das? Trotz klarer Abstimmung und sorgfältig vorbereiteten Folien läuft das meeting aus dem Ruder: Fragen, die doch eigentlich schon geklärt waren. Endlose Diskussionen, die nichts mit der Agenda zu tun haben. Dabei haben Sie noch  nicht einmal die Fakten und Vorschläge präsentiert, geschweige denn die offenen Punkte zur Sprache gebracht.

Jetzt entnervt zur Ordnung zu rufen oder das meeting zu vertagen, bringt niemanden weiter. Wie also umgehen mit Skeptikern und Bremsern?

Zunächst einmal: Widerstand ist normal, wenn sich etwas verändern soll. Und solange Widerstand offen geäußert wird, besteht immerhin auch die Chance, sachliche und emotionale Stolpersteine in den vorgestellten Plänen zu erkennen und aus dem Weg zu räumen. Informieren und Erklären, Transparenz schaffen und Betroffene einbinden, Vorschläge berücksichtigen oder auch Entscheidungen entschlossen umzusetzen, kann der richtige Umgang mit Widerstand sein.

Eine praktische Erfahrung ist jedenfalls, daß es leichter ist, Widerstand positiv anzugehen, als dagegen anzukämpfen. Ob nun Ängste, sachliche Meinungsverschiedenheiten, Eigeninteressen oder politisch-taktische Überlegungen die Ursache für Störungen und Widerstand sind, ist auf den ersten Blick jedoch oft nicht zu erkennen. Eine bewährte Empfehlung ist daher, zunächst aufzuhören strikt sachlich zu argumentieren. Fragen stellen, Erwartungen klären, zuhören und versuchen zu verstehen, hilft weiter. Das gilt auch, wenn nicht nur emotionale Ursachen sondern auch ein fachlicher Dissens vorliegen. Methodisch lässt sich das leicht lernen, die nötige Offenheit und Souveränität zu entwickeln, ist meist anspruchsvoll!